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Testbericht Scubapro Jet Fin PDF Drucken E-Mail
Freitag, 29. Juni 2007 um 09:43 Uhr

Scubapro Jet Fin

Bei den Scubapro Jet Fin Flossen handelt es sich um ein Urgestein, die Hersteller-Webseite schreibt sogar von einem Fossil, des Tauchmarktes. Bereits seit 1965 wird diese Flosse unverändert gebaut und erfreut sich starker beliebtheit.

Wenn man sich den Markt mal etwas genauer anschaut, bemerkt der interessierte Käufer sofort, dass sich auch viele andere Hersteller diese Flosse als Vorbild genommen haben und ebenso unverändert bauen. Das ist auf jeden Fall ein Grund für einen näheren Blick auf diese farbenfrohe Flosse in der schwarzen Farbvariante; der einzig erhältlichen Farbvariante.

Erster Eindruck: Bereits beim Transport war auffällig, dass diese Flosse ein ordentliches Gewicht auf die Wage bringt. Sie macht einen sehr stabilen Eindruck. Bei der Vollgummiflosse kann man schon fast von unkaputtbar sprechen.

Die Verarbeitung: Die Verarbeitung der Flosse lässt keine Wünsche offen. Jedes Detail hinterlässt einen stabilen und wertigen Eindruck. Lediglich die Nieten an der Flossenband-Aufnahme verdienten einen zweiten Blick. Diese sehen etwas windig aus. Da die Zielgruppe wohl eher in den ambitionierten Trockentauchern liegt, dürfte das aber kein wirkliches Manko sein, da die Flosse in diesem Fall - wie auch bei mir - meist mit Spring-Straps ausgestattet wird. Je nach Befestigungsart, können die Schließen damit abmontiert werden.

Die Praxis: Beim Anlegen ist klar im Vorteil, wer diese Flossen mit den extra gekauften Spring-Straps taucht. Ein kurzer Zug an der Feder und die Flosse sitzt sicher am Fuß. Wer die originalen Flossenbänder benutzt dürfte jetzt etwas arbeiten müssen, bis das Gummiband fest an der Ferse sitzt.

Kaum im Wasser angekommen, bestätigt sich die Vermutung, dass diese Flosse für einen deutlichen Abtrieb sorgt. Geschätzte zwei Kilo dürften die beiden Flossen an negativen Auftrieb hinterlassen. Die Freunde von Fußblei sollten sich diese Flosse mal näher ansehen!

Unter Wasser lässt sich die Flosse - im gut trainierten Zustand - ganz angenehm kicken. Bereits nach den ersten Frog-Kicks ist der enorme Vortrieb zu spüren und zu sehen. Die Flosse taucht sich mit dieser Technik ausgesprochen gut. Den Kraulschlag halte ich hingegen mit diesem Brett für suboptimal und anstrengend. Für untrainierte Gelegenheits- und Hobbytaucher könnte das starre Blatt ein Problem darstellen. Das harte und schwere Stück kann in diesem Fall schnell zu einem Krampf führen.

Wer diese Flosse regelmäßig tauchen möchte, dürfte an der Optimierung des Trims nicht vorbeikommen. Meine sonst horizontale Lage kippte trotz einer entsprechenden Körperspannung in eine leichte und spürbare Schräge. Auf Dauer sieht diese Wasserlage nicht nur schlecht aus, sie ist auch anstrengender als eine optimale und horizontale Lage. Zudem kann sie bei der falschen Technik für eine Aufwirbelung von Sedimenten führen.

Fazit: Mir hat diese Flosse sehr viel Spaß gemacht und sie wird bestimmt öfters meine Füße schmücken. Der Vortrieb ist hervorragend. Über die Haltbarkeit kann ich zwar aus eigener Erfahrung noch nicht viel sagen, aber ein Blick auf die Flossen und auf meine Buddies beweist mir, dass diese schwarzen Bretter nahezu unkaputtbar sind.