| Testbericht Mares Volo Power |
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| Montag, 14. August 2006 um 18:31 Uhr |
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Mares Volo Power Bei den Mares Volo Power handelt es sich um den Nachfolger der ursprünglichen Volo Flosse. Die Beschreibung des Beinkleides liest sich wie der neue Fremdwörter-Duden. Die Marketingabteilung schreibt von OPB, Channel Trust System und ABS. Was hinter diesen geheimnisvollen Abkürzungen steckt und was sie bringen, habe ich in über 100 Urlaubs-Tauchgängen getestet.
Auffällig beim Flossenschlag mit der Volo Power ist, dass die Flosse sehr weit abknickt. Das Abknicken ermöglicht einen optimierten Winkel und führt dadurch zu einem deutlich besseren Vortrieb. Channel Trust System - Die Channel Trust Technology wurde bereits 1985 bei der Avanti Quattro Flosse eingesetzt. Durch die Strömungskanäle wird das Wasser beim Flossenschlag entgegen der Schwimmrichtung kanalisiert. Bei der genauen Betrachtung bilden die kleinen Kanäle bei der Bewegung durch eine Wölbung einen stattlichen Kanal aus. Die eingesetzte Kraft wird dabei in einen effektiven Vortrieb umgesetzt.
Wie aber wirken sich diese drei Patente in der Praxis aus und für wen sind die Volo Power Fins eingentlich geeignet? Praxis - Im Einsatz fühlt sich die Mares Volo Power zunächst sehr weich an. Die leichtgewichtige Flosse belastet die Beinmuskulatur nur gering und ist daher auch für ungeübtere oder empfindliche Taucher zu empfehlen. Bei zahlreichen Süßwasser- und Schulungstauchgängen hat mir die Flosse allgemein sehr gut gefallen. Der Vortrieb war für diese Tauchgänge vollkommend ausreichend.
Auch beim Ausziehen der Beinkleider sorgte ich mit den mitgelieferten Schnallen öfters für den gespielten Witz. Der kleine rote Hebel an der ABS-Schnalle lässt sich mit kalten Händen, dicken Nasshandschuhen, oder den gängigen Trockenhandschuhsystemen nur eingeschränkt bedienen. Die Schnallen der ersten und dritten Generation von Mares sind m.E. deutlich empfehlenswerter. Design - Keine Frage! Den Designern ist bei den Volo Power Flossen ein richtig großer Wurf gelungen. Nicht nur die Form, sondern auch die Farbgebung verwöhnt das Auge. Die Flosse spricht dabei nicht nur die weiblichen Taucher an. Selbst bei den Tec-Tauchern dürfte - nur mit Blick auf die Farbgebung - das schwarz-silberne Flossenblatt Akzeptanz finden. Kundenservice - Nach über 100 Tauchgängen mit der Flosse lösten sich bei meinem Modell die eingelassenen Verstärkungen im Flossenblatt und es entstand ein Riss im Fußteil. Ein Anruf bei Mares bestätigte ein Problem mit den ersten Produktionsreihen. Ohne jedes Problem wurde mir der Umtausch der Flosse in eine aus einer neuen Produktionsreihe angeboten. Dieser Kundenservice hat mich wieder mal überzeugt - Mares legt auf zufriedene Kunden viel Wert und stellt sich auftauchenden Problemen - Danke! Fazit - Für Tauchgänge in strömungsarmen Gewässern kann ich diese Flosse uneingeschränkt empfehlen. Anspruchsvolle Taucher, die sich auch von strömungsreichen Tauchplätzen nicht abschrecken lassen bzw. den Frog-Kick anwenden, sollten besser auf die Avanti Quattro/Quattro Excel aus dem gleichen Haus zurückgreifen. Der Materialmix kann mich auch bei der zweiten Fertigungsserie nicht voll überzeugen und es bleibt abzuwarten, ob die Haltbarkeit der Flosse jetzt besser ist. |








OPB - Hinter der Bezeichnung OPB versteckt sich "Optimized Pivoting Blade". Was aber bedeutet das für den Taucher? In zahlreichen Labortests haben die Mares Ingenieure entdeckt, dass bei den meisten Flossen zwar beim Flossenschlag nach oben ein guter Vortrieb erzeugt wird, jedoch bei der Abwärtsbewegung nur ein kleiner Teil des Flossenblattes einen effektiven Schub erzeugt.
ABS - Unter dem "Adjustable Binding System" versteht man die typischen MAres-Schnallen. Bei den Volo Power wurde die zweite Schnallengeneration verbaut. Diese verfügt über einen kleinen roten Schieber, mit dem der Taucher das ungewollte Öffnen der Schnallen verhindern kann.
In strömungsreichen Urlaubs-Tauchgebieten gelangte ich mit der Flosse an die Grenze. Im direkten Vergleich zur Mares Quattro und Mares Quattro Excel drängte sich bei mir das Gefühl des Stillstandes auf. Die Konkurrenz aus eigenem Haus heimst beim Vortrieb deutlich mehr Punkte ein.













